Sonntag, 8. Juli 2018

Jetzt wird ausgeatmet

Ich kam nicht drumherum, ich musste nach Amrum. Und selbst zum Ferienstart, hab ich es doch tatsächlich geschafft, noch eine bezahlbare Unterkunft für eine Nacht zu finden - und das in Norddorf! Aber von Anfang an. Nachdem ich in aller Herrgottsfrühe am Freitag vor Arbeitsbeginn noch eine wichtige Sache erledigen musste, freute ich mich umso mehr, dass mein kleiner Flitzer nach dieser ganzen Kämpferei nun ganz meiner ist. Auf allen Papieren, in allen Unterlagen, bin ausschließlich nur noch ich als "Mama" notiert. Was ein schönes Gefühl! Da sagte ich mir: Fury, du bringst mich morgen Richtung Amrum. Gesagt - getan! Mir hab ich es als eigenes vorzeitiges Geburtstagsgeschenk verkauft... 😅

Damit ich vom Samstag auch noch etwas habe, nahm ich natürlich die erste Fähre um 7:15 Uhr. Da hieß es für
mich allerdings auch um 5 Uhr morgens los. Kein Problem - ist ja nicht so, dass ich die letzten Wochen mal länger geschlafen hätte.... Zudem waren die Straßen schön leer, herrlich! Mit wenig Gepäck marschierte ich dann auch prompt zu Fuß einmal über die gesamte Insel zu meinem Hotel. Die Sonne schien, mein Fleece wurde mehrmals an & ausgezogen & meine Tasche wog bei Ankunft in Norddorf gefühlt das Doppelte... Das Aufsuchen der Gastgeber ist immer wieder ein lustiges Verfahren, doch nach Erreichen & Zusammenkunft brachten sie mich auf mein Zimmerchen, welches extrem süß war! Zudem: ein Bett, eine Matratze, ein Lattenrost - hallo Luxus! Nach dem schnellen Frischmachen & einmal Luft holen, zog es mich auch schon wieder zurück auf die Straßen und Richtung Strand. Hier & da bekannte Gesichter, die wohltuende Natur, die steife Brise, das Strahlen der Sonne, die Wärme, der Geruch, einfach dieses wunderbare Wohlgefühl - alles stimmte mich glücklich & unendlich dankbar. Du hast es geschafft, sagte ich mir immer wieder. Manchmal ist es besser, wenn man nicht im Vorhinein weiß, was alles auf einen zukommt, was man durchstehen muss & wie sehr man an manchen Dingen verzweifelt. Blicke ich jetzt die letzten Monate zurück, weiß ich nicht, wie ich diese Zeit überstanden habe. Aber eines weiß ich: das Kraft tanken auf dieser Insel hat mir verholfen, alles so durchzustehen, dass ich zumindest einigermaßen Heile aus dieser Zeitspanne entkommen bin. Doch wo ich tief eingeatmet habe, möchte ich auch wieder ausatmen. Und das habe ich an diesem Wochenende getan. Eine kurze Zeit nur für mich & meine Gedanken. Einen gedanklich, geordneten Kopf & der Blick nach vorne.

Anscheinend noch ein laaaanger Weg nach Norddorf .... 
Ein paar Impressionen und genauere Erläuterungen über meinen Aufenthalt und die Unterkunft folgt in den nächsten Tagen. Denn bis eben war ich mit dem Vorbereiten meines Geburtstagsessen beschäftigt. Die Meute braucht ja morgen was zum Futtern... 😂
Ein (nicht schönes) Bild vom gutriechenden Essen bekommt ihr allerdings schon:


Djuvecreis 
Schnippeln, bis dir die Finger abfallen...