Samstag, 14. April 2018

Rezension - Daniela Arnold - Sterbensstill

Sterbensstill
von Daniela Arnold

«Sterbensstill», ein Thriller von Daniela Arnold, erschienen 2017 auf der CreateSpace Independent Publishing Platform.

Was passiert, wenn ein bestialischer Mörder den Ermittlern immer einen Schritt voraus ist? Es beginnt nicht nur eine gefährliche Verfolgungsjagd gegen die Zeit, sondern auch eine waghalsige Nachforschung, die einige Parallelen zu einer Mordserie vor über 20 Jahren aufweist und die Ermittler in große Gefahr schleudert. Zeitgleich flüchtet die Berlinerin Isa mit ihrem Sohn Tim vor ihrem gewalttätigen Ehemann an die Küste Englands in das Haus ihrer verstorbenen Großmutter. Doch schnell stellt sich heraus, dass das Haus ihr kein Gefühl von Sicherheit verleiht. Tim leidet unter Alpträumen & Wahnvorstellungen, erzählt immer häufiger von unrealistischen Geschehnissen. Als Isa hinter ein erschütterndes Familiengeheimnis kommt, das mit grauenhaften Mordfällen zusammenhängt, schweben sie beide schon längst in großer Gefahr.

Was verbindet Isas Vergangenheit mit den Mordfällen von damals?

Mit »Sterbensstill« habe ich mir absolut absichtlich einen Thriller herausgesucht, der mich fesselnd durch die Abende begleiten sollte. Das Cover wirkte auf mich schon sehr düster, und so habe ich mich gefragt, welche Geschichte dieses furchteinflößende Haus wohl zu erzählen hat. Das Bild entspricht der Story, denn die ist angsteinflößend und grauenhaft.

Erzählt wird aus zwei Perspektiven. Einmal durchlebt der Leser die fieberhafte Suche nach dem komplett, gestörtem Mörder und wird dann zwischendurch immer wieder in das Leben von Isa und ihrem Sohn Tim geworfen, die versuchen, von ihrem gewalttätigen Ehemann/ Vater zu fliehen. Beide Storys, die später zusammen laufen, haben ihren eigenen Grusel-, und Ekelfaktor. Der Part, in dem Tim anfängt unrealistische Äußerungen zu machen, hat mich noch mehr in einen Gänsehautzustand versetzt. Mysteriös, schaurig und beängstigend. Die Charaktere Isa & Tim kamen klar und glaubwürdig herüber. Die beschriebenen Kulissen hatte ich deutlich vor meinem inneren Auge, sowie die Handlungen, die mir teilweise das Blut in den Adern gefrieren ließen. Ich fieberte quasi angespannt mit, und hoffe inständig, dass sie alles unbeschadet überstehen. Mit den beiden Inspectors, Sandy Matthew und ihrem Kollegen Jonas Stevens, kam ich, aus unerklärlichen Gründen, erst zum Schluss in Sympathie. Während des Plots erleben nicht nur Isa und Tim einige Überraschungen, sondern auch Sandy, die mir zwar immer wieder ein kleines Rätsel war, aber immerhin ein reges Interesse in mir geweckt hat, sodass ich sie zum Schluss wirklich mochte. Die Verbindung zu den Mordfällen und Isas Vergangenheit wurde mir relativ schnell klar, rüttelte jedoch nicht an der Spannung und so verfolgte ich schaurig und bis zum Ende das Katze-Maus Spiel mit.

»Sterbensstill« ist ein Thriller mit einem gekonnten Gruselfaktor, gepaart mit abscheulichen Szenen, erschreckenden Darstellungen und einer bitteren Erkenntnis. Mich hat er gefesselt und gut unterhalten.

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