Montag, 21. August 2017

Rezension - Lisa Ballantyne - Wenn du vergisst

Wenn du vergisst 
Lisa Ballantyne 

"Wenn du vergisst" ein Roman von Lisa Ballantyne, erschienen im Juli 2017 im btb Verlag, der Verlagsgruppe Random House GmbH.


Einem Unbekannten, mit tiefen Narben im Gesicht, verdankt Margaret ihr Leben nach dem schrecklichen Autounfall an jenen Dezembertag. Alleine hätte sie niemals den Weg aus dem explodierenden Wagen geschafft. Doch zu schnell ist ihr Retter verschwunden. Nach dem traumatischen Unfall kehren bei Margaret schleierhafte Erinnerungen aus ihrer Kindheit zurück. Als sie anfängt zu forschen, stößt sie auf Erinnerungen, die sie all die Jahre verdrängt hatte...

Dieser Roman wurde mir netterweise als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal bereitgestellt. Ein ganz liebes Dankeschön an das Bloggerportal, als natürlich auch an die Verlagsgruppe Random House, dem btb Verlag.

Mit anderer Erwartung beendete ich diesen Roman.

Das Cover ist ansprechend. Es wirkt düster & geheimnisvoll. Und einen Teil spiegelt es die Geschichte wieder.

Als ich anfing, mich dieser Story zu widmen, war ich eigentlich ganz angetan und empfand die Geschichte auch als spannend. Durch die Erzählweise, die sich perfekt für solche Familiengeheimnisse eignen, war ich voller Spannung und Euphorie, bereit für eine raffinierte Geschichte.
Erzählt wird dem Leser die Story aus verschiedenen Sichten. Jedes Kapitel trägt die Überschrift des jeweiligen Charakters, sodass die Sprünge klar abgesteckt sind. Das erste Drittel der Story, in dem die ganzen wichtigen Protagonisten beschrieben werden & man einen ersten Eindruck bekommt, empfand ich noch als wirklich spannend. Die nächsten Seiten wartete ich allerdings auf einen Knaller, der die Wende bringt oder etwas völlig Unvorhersehbares enthüllt. Die Geschichte ist nicht schlecht, gerade die Charaktere sind authentisch & einige mit ihren konservativen Denken & Handeln so beschrieben, dass ich mir sie bildlich äußerst gut vorstellen konnte und ziemlich angewidert war. Dennoch fehlte mir die gewisse Spannung. Das Buch wird als Roman angepriesen, von daher ist die Geschichte gut. Selbst die frühe Ahnung, wie der Roman womöglich enden wird, nahm mir trotzdessen nicht die Leselust an der Story. Das Interesse an der rührenden Entstehung des Vertrauens & die Verbundenheit zweier Charaktere - hier Vater & Tochter - ließen mich das Buch beenden.

Ein Roman über ein Familiengeheimnis, einige Blicke in die Vergangenheit & das Hervorholen der damaligen Geschehnisse, die bis zum Unfall schwer verdrängt wurden. Das frühere Leben mit all´ ihren düsteren Geheimnissen, um in der Gesellschaft das Ansehen beizubehalten.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen